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Werthstein Woche – Automatisierter Ausverkauf

Der Absturz der Weltbörsen ist nicht nur auf plötzlich blank liegende Nerven von großen und kleinen Investoren zurückzuführen. Wie so oft spielten auch automatisierte Verkaufsprogramme speziell von Hedgefonds eine tragende Rolle.

Angesichts der niedrigen Volatilität des vergangenen Jahres hatten viele Spekulanten darauf gesetzt, dass es einfach so weiter gehen würde. Als dann aber die Schwankungsbreite der Kurse nur ein bisschen zugenommen hat, mussten sie ihre Wetten schlagartig auflösen, was die Volatilität massiv vergrößerte.

Die fundamentalen Gründe für die Zunahme der Volatilität liegen auf der Hand: Einerseits waren die Aktienkurse seit November praktisch pausenlos in die Höhe gegangen und haben die Bewertungen auf ein sehr hohes Niveau getrieben; andererseits steigen die Zinsen, was Anleihen gegenüber Aktien attraktiver macht. Vor eben diesem Szenario hatten wir wiederholt gewarnt.

Nach dem Absturz haben sich viele Aktien ihrem fairen Wert nun wieder angenähert, sprich: Sie sind günstiger und somit attraktiver geworden. Und die Weltwirtschaft wächst stark. Von den neuen, niedrigeren Niveaus aus kann es also mit den Börsen wieder aufwärts gehen. Allerdings sollten wir wachsam bleiben – die Fahrt dürfte holprig werden. Die Volatilität wird uns dieses Jahr noch öfter beschäftigen.

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