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Werthstein Woche – Trump, der Iran – und keine Konsequenzen?

Bislang haben Börsianer gelassen auf Donald Trumps harsche Aufkündigung der Atomverträge mit dem Iran und die Verhängung neuer Sanktionen reagiert. Niemand spricht von einer drohenden neuen Ölkrise, sollte der Iran als Reaktion seine Öllieferungen stoppen. Warum diese Ruhe?

Ein Grund: Der größte Teil des iranischen Öls geht nach Asien und in die Türkei – dort werden die US-Sanktionen ohnehin ignoriert. Zudem  würde es 180 Tage dauern, bis der Ölhahn ganz abgedreht wäre; Zeit genug für Saudi-Arabien oder andere, die Lücke zu füllen. Ein anderer Grund: Jene europäischen Unternehmen, die Geschäfte mit dem Iran machen, hoffen auf Ausnahmen von US-Sanktionen oder auf Ausgleich aus EU-Kassen. Dennoch sind die Mullahs wohl auf Vergeltung aus. Militärisch hat sich die Lage im Nahen Osten deutlich zugespitzt.

Trumps aggressiver Stil mag bei kleinen und fundamental schwachen Staaten wie Nord-Korea funktionieren. Der Iran ist dafür zu stark und besitzt zu viele Ressourcen. Für die Märkte bedeuten die gestiegenen geopolitischen Spannungen, dass das Kurspotenzial nach oben gedeckelt ist. Und die Schwankungen zunehmen werden.

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