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Werthstein Woche – Trumps Steuerreform nur ein Reförmchen?

Viel ist gesagt und geschrieben worden über Donald Trumps erstes Jahr im Amt. Fakt ist, dass in dieser Zeit der marktbreite US-Index S&P 500 um sagenhafte 24 Prozent zugelegt hat. Der US-Präsident verbucht das bekanntlich als seinen Erfolg. Wir von Werthstein schließen uns eher der allgemeinen Marktmeinung an: Die Börsen sind trotz Trump gestiegen.

Nach einem Jahr Warten richtet sich der Blick der Börsianer nun zunehmend auf dessen lange angekündigte Steuerreform. Es sieht so aus, als würde sie tatsächlich kommen. Allerdings soll sie weniger unternehmerfreundlich ausfallen als gedacht, so wird zumindest gemunkelt. Auch sollen die Steuererleichterungen über einige Jahre verteilt werden. Zudem kursieren Gerüchte, dass es eine Sondersteuer für Auslandsumsätze von Unternehmen geben wird und dass die spezielle Förderung für E-Fahrzeuge gestrichen werden soll. Daneben wächst der Druck auf Trump wegen der Russland-Affäre. Sie könnte die Unsicherheit an den Märkten erhöhen und Investoren vorsichtiger werden lassen.

Dazu kommt noch die Aussicht auf steigende Zinsen. Nun hat auch die Bank of England ihren Leitzins erhöht. Ich denke, weitere Anhebungen werden schneller kommen als gedacht, in den USA, in England und letztlich auch in Europa. Zu grenzenlosem Optimismus besteht für Börsianer derzeit also kein Grund, allerdings auch nicht zu Schwarzseherei. Unter dem Strich sind wir in unserem monatlichen Werthstein Index für die kommenden drei Monate immer noch leicht optimistisch für die Aktienmärkte. Die Betonung liegt allerdings auf „leicht“.

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